04.06.2017

ein Unterschied

"Haben Sie jemals gefühlt, dass er Sie mag?"
"Während unserer kurzen Bekanntschaft hat er mir einiges über mich erzählt, was der Wahrheit entsprach. Ich denke, dass man Verstehen nur allzu leicht mit Einfühlungsvermögen verwechselt – wir wünschen uns nichts sehnlicher als jemanden mit Einfühlungsvermögen. Vielleicht ist gerade das Begreifen dieser Unterscheidung Bestandteil des Prozesses, erwachsen zu werden. Es ist hart und zutiefst verstörend, erkennen zu müssen, dass uns jemand versteht, ohne uns ein echtes Gefühl entgegenzubringen. Wenn man erleben muss, wie der Akt des Verstehens zum Hilfsmittel eines Raubtiers wird, das ist das Schlimmste. Ich... ich habe keine Ahnung, welche Gefühle Dr. Lecter mir gegenüber hegt."

"Hannibal" - Thomas Harris

21.05.2017

Deine Welt

Trudele dahin! Verkehre bei Ingenieuren!
Laß dich als Redakteur von Staatsanwälten verhören!
Sei eingeladen bei Snobs, die wichtigtuende Diplomaten
schnurrend umschleichen, besonders die aus den kleinern Staaten!
Entflieh der Familie! Rutsch die soziale Leiter hinauf und hinab –:
es spielt sich alles unter zweihundert Menschen ab.

Wohn an der Weser, der Oder, der Weichsel, der Elbe –
deine Gesellschaft bleibt immer, immer dieselbe.
Immer dieselben Fahrt- und Leidensgenossen,
wie mit Gittern sind dir die andern Gärten verschlossen.
Freunde sind Schicksal, aber nicht zu knapp.
Es spielt sich alles unter zweihundert Menschen ab.

Fahr nach Amerika! Wer steht im Hotel auf den Herrentoiletten?
Rosenfeld. Und er spricht: »Was machen Sie in Manhattan?«
Flieh zu den Eskimos, in des Eises kreischende Masse:
der Dicke im Pelz ist bestimmt ein Kind deiner Klasse.
Jag durch die Welt vom nördlichen bis zum südlichen Kap –:
es spielt sich alles unter zweihundert Menschen ab.

Unsere Welt ist so klein. Dies mußt du wissen:
Ganze Klassen und Völker sind nur deines Lebens Kulissen;
du weißt, dass sie sind. Aber sei nicht verwundert:
du lebst ja doch nur inmitten deiner zweihundert.
Und hörst du auch fremde Länder und Kontinente erklingen:
du kannst ja gar nicht aus deinem Kreise springen!
Von Stund an, wo sie dich pudern, bis zum gemieteten Grab
spielt sich alles und alles und alles unter zweihundert Menschen ab.

Kurt Tucholsky

17.03.2017

als ob er meine Seele darin lesen könnte

Ich befand mich, auf meiner Reise nach Rußland, auf einem Landgut des Herrn v. G. . ., eines livländischen Edelmanns, dessen Söhne sich eben damals stark im Fechten übten. Besonders der ältere, der eben von der Universität zurückgekommen war, machte den Virtuosen, und bot mir, da ich eines Morgens auf seinem Zimmer war, ein Rapier an. 
Wir fochten; doch es traf sich, daß ich ihm überlegen war; Leidenschaft kam dazu, ihn zu verwirren; fast jeder Stoß, den ich führte, traf, und sein Rapier flog zuletzt in den Winkel. Halb scherzend, halb empfindlich, sagte er, indem er das Rapier aufhob, daß er seinen Meister gefunden habe: doch alles auf der Welt finde den seinen, und fortan wolle er mich zu dem meinigen führen. Die Brüder lachten laut auf, und riefen: Fort! fort! In den Holzstall herab! und damit nahmen sie mich bei der Hand und führten mich zu einem Bären, den Herr v. G... ihr Vater, auf dem Hofe auferziehen ließ.


Der Bär stand, als ich erstaunt vor ihn trat, auf den Hinterfüßen, mit dem Rücken an einem Pfahl gelehnt, an welchem er angeschlossen war, die rechte Tatze schlagfertig erhoben, und sah mir ins Auge: das war seine Fechterpositur. Ich wußte nicht, ob ich träumte, da ich mich einem solchen Gegner gegenüber sah; doch: stoßen Sie! stoßen Sie! sagte Herr v. G... und versuchen Sie, ob Sie ihm eins beibringen können! Ich fiel, da ich mich ein wenig von meinem Erstaunen erholt hatte, mit dem Rapier auf ihn aus; der Bär machte eine ganz kurze Bewegung mit der Tatze und parierte den Stoß.


Ich versuchte ihn durch Finten zu verfuhren; der Bär rührte sich nicht. Ich fiel wieder, mit einer augenblicklichen Gewandtheit, auf ihn aus, eines Menschen Brust würde ihn ohnfehlbar getroffen haben: der Bär machte eine ganz kurze Bewegung mit der Tatze und parierte den Stoß. jetzt war ich fast in dem Fall des jungen Herrn v. G... Der Ernst des Bären kam hinzu, mir die Fassung zu rauben, Stöße und Finten wechselten sich, mir triefte der Schweiß: umsonstl Nicht bloß, daß der Bär, wie der erste Fechter der Welt, alle meine Stöße parierte; auf Finten (was ihm kein Fechter der Welt nachmacht) ging er gar nicht einmal ein: Aug in Auge, als ob er meine Seele darin lesen könnte, stand er, die Tatze schlagfertig erhoben, und wenn meine Stöße nicht ernsthaft gemeint waren, so rührte er sich nicht.
Glauben Sie diese Geschichte?
Vollkommen! rief ich, mit freudigem Beifall; jedwedem Fremden, so wahrscheinlich ist sie; um wie viel mehr Ihnen!
So findet sich auch, wenn die Erkenntnis gleichsam durch ein Unendliches gegangen ist, die Grazie wieder ein; so, daß sie, zu gleicher Zeit, in demjenigen menschlichen Körperbau am reinsten erscheint, der entweder gar keins, oder ein unendliches Bewußtsein hat, d. h. in dem Gliedermann, oder in dem Gott.

Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

23.10.2016

Heiligtümer des Todes

Es waren einmal drei Brüder, die wanderten auf einer einsamen, gewundenen Straße in der Abenddämmerung dahin. Nach einiger Zeit kamen die drei Brüder zu einem Fluss, der war so tief, dass nicht hindurchwaten konnten, und so gefährlich, dass sie nicht ans andere Ufer schwimmen konnten. Doch die Brüder waren der magischen Künste kundig, und so schwangen sie einfach ihre Zauberstäbe und ließen eine Brücke über dem tückischen Wasser erscheinen. Sie hatten die Brücke halb überquert, da trat ihnen eine Kapuzengestalt in den Weg.
Und der Tod sprach zu ihnen. Er war zornig, weil er um drei neue Opfer betrogen worden war, denn für gewöhnlich ertranken Wandersleute in dem Fluss. Doch der Tod war gerissen. Er tat, als würde er den drei Brüdern zu ihrer Zauberkunst gratulieren, und sagte, weil sie so klug gewesen seien, ihm zu entrinnen, verdiene jeder von ihnen einen Lohn.

So verlangte denn der älteste Bruder, der ein kämpferischer Mann war, einen Zauberstab, der mächtiger als alle anderen sein sollte: einen Zauberstab, der seinem Besitzer in jedem Duell zum Sieg verhelfen würde, einen Zauberstab, der eines Zauberers würdig war, der den Tod besiegt hatte! Also ging der Tod zu einem Elderbaum am Ufer des Flusses, formte einen Zauberstab aus einem Zweig, der dort hing, und schenkte ihn dem ältesten Bruder.

Dann beschloss der zweite Bruder, der ein hochmütiger Mann war, den Tod noch mehr zu demütigen, und verlangte nach der Macht, andere aus dem Tod zurückzurufen. Also nahm der Tod einen Stein vom Flussufer und schenkte ihm dem zweiten Bruder, und er sagte ihm, dass der Stein die Macht haben werde, die Toten zurückzuholen.

Und dann fragte der Tod den dritten und jüngsten Bruder nach seinem Wunsch. Der jüngste Bruder war der genügsamste und auch der weiseste der Brüder, und er traute dem Tod nicht. Also bat er um etwas, dass es ihm ermöglichen würde, von dannen zu gehen, ohne dass der Tod ihn verfolgte. Und der Tod übergab ihm, höchst widerwillig, seinen eigenen Umhang, der unsichtbar machte.
Nun trat der Tod beiseite und erlaubte den drei Brüdern, ihre Reise fortzusetzen, und dies taten sie und sprachen voller Staunen über das Abenteuer, das sie erlebt hatten und bewunderten die Geschenke des Todes.
Bald darauf trennten sich die Brüder und ein jeder ging seines Weges.
Der erste Bruder war über eine Woche auf Wanderschaft, als er in ein fernes Dorf gelangte, wo er sich einen anderen Zauberer suchte, mit dem er einen Streit begann. Natürlich konnte er mit dem Elderstab als Waffe in dem Duell, das darauf folgte, nur gewinnen. Der älteste Bruder ließ seinen Gegner tot auf der Erde liegen und begab sich in ein Wirtshaus, wo er lautstark mit dem mächtigen Zauberstab prahlte, den er dem Tod selbst entrissen habe und der ihn unbesiegbar mache.
Noch in derselben Nacht schlich sich ein anderer Zauberer an den ältesten Bruder heran, der trunken vom Wein auf seinem Bett lag. Der Dieb nahm den Zauberstab und schnitt dem Bruder obendrein die Kehle durch.
Und so machte der Tod sich den ersten Bruder zu eigen.

Unterdessen wanderte der zweite Bruder nach Hause, wo er allein lebte. Hier nahm er den Stein hervor, der die Macht hatte, die Toten zurückzurufen, und drehte ihn drei Mal in der Hand. Zu seiner Verwunderung und Freude erschien vor ihm sogleich die Gestalt jenes Mädchens, das er einst hatte heiraten wollen, ehe sie vorzeitig gestorben war.
Doch sie war stumm und kühl, wie durch einen Schleier von ihm getrennt. Obgleich sie in die Welt der Sterblichen zurückgekehrt war, gehörte sie in Wahrheit nicht dorthin und litt. Schließlich wurde der zweite Bruder wahnsinnig vor unerfüllbarer Sehnsucht, und er tötete sich, um wirklich bei ihr zu sein.
Und so machte der Tod sich den zweiten Bruder zu eigen.

Doch obwohl der Tod viele Jahre lang nach dem dritten Bruder suchte, konnte er ihn niemals finden. Erst als der jüngste Bruder ein hohes Alter erreicht hatte, legte er schließlich den Umhang ab, der unsichtbar machte, und schenkte ihn seinem Sohn. Und dann hieß er den Tod als alten Freund willkommen und ging freudig mit ihm, und ebenbürtig verließen sie dieses Leben.

"Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" - J.K. Rowling - Band 7

Es

Ein Gespräch zwischen Jiddu Krishnamurti und David Bohm

K: Gibt es also etwas jenseits der kosmischen Ordnung, jenseits des Geistes?
DB: Sagen Sie damit, dass das Universum, dass jener Geist die Natur geschaffen hat, die geordnet ist und nicht bloß mechanisch abläuft? Dass sie einen tieferen Sinn hat?
K: Das ist es, was wir zu entdecken versuchen.
DB: Sie führen das ganze Universum an und auch die Menschheit. Warum tun Sie das? Was ist die Quelle dieser Wahrnehmung?
K: Wir wollen noch einmal anfangen: Da ist das Ende des ›Ich‹ als Zeit, und deshalb kommt es zu keinem Hoffen. Das alles hat aufgehört, ist vorbei. Wenn das aufhört, entsteht diese Empfindung des ›Nichts‹. Und ›Nichts‹ – das ist dieses ganze Universum.
DB: Ja, der Universalgeist, die Universalmaterie.
K: Das ganze Universum.
(Pause)
DB: Was hat Sie dazu gebracht, das zu sagen?
K: Nun, ich weiß. Um es ganz einfach zu sagen: Die Teilung und Trennung hat aufgehört. Nicht wahr? Die Teilung, die durch die Zeit hervorgerufen wird, die vom Denken geschaffen wird, die durch diese Erziehung entsteht und so weiter – das alles. Weil das aufhört, wird das andere offenbar.
DB: Sie meinen, ohne die Teilung und Trennung ist das andere da – kann es wahrgenommen werden?
K: Es kann nicht wahrgenommen werden – aber es ist da. 
DB: Aber wie wird man dessen gewahr, dass es da ist? 
K: Ich denke nicht, dass man dessen gewahr wird.
DB: Was hat Sie dann dazu veranlasst, das zu sagen? 
K: Würden Sie sagen, dass es ist? Nicht, dass ich es wahrnehme oder dass es wahrgenommen wird.
DB: Ja, es ist.
K: Es ist.
DB: Sie könnten fast sagen, dass Es dieses sagt. Irgendwie scheinen Sie anzudeuten, dass Es das ist, was es sagt.
K: Ja, ich wollte das nicht aussprechen – es freut mich, dass Sie es so gesagt haben! 

Zweites Gespräch, Teil 3
Vom Werden zum Sein - Gespräche mit David Bohm und Jiddu Krishnamurti
("Es" siehe "Zen in der Kunst des Bogenschießens")

13.09.2016

Atmung

Der Meister sagte einmal:

Das Einatmen ist Anfang, dieser bindet und verbindet.
Im Festhalten des Atems geschieht alles Rechte.
Das Ausatmen löst und vollendet, indem es alle Beschränkung überwindet.

Es ist wie das geistige spannen eines Bogens, das inne halten und das lösen. Mit dieser Atmung entdecken Sie nicht nur den Ursprung aller geistigen Kraft, sondern erreichen auch, dass diese Quelle immer reichlicher fließt und um so leichter sich durch die ihre Gliedmaßen ergießt, je gelockerter Sie sind.

Aber das konnten wir damals noch nicht verstehen.

"Zen in der Kunst des Bogenschießens" - Eugen Herrigel

15.10.2015

Selbsterfüllende Prophezeiungen


Ihr Horoskop in der heutigen Zeitung warnt Sie vor der Möglichkeit eines Unfalls. Tatsächlich passiert etwas. Also hat es mit der Astrologie doch seine Bewandtnis. Oder? Sind Sie sicher, dass Sie den Unfall auch dann gehabt hätten, wenn Sie das Horoskop nicht gelesen hätten? 

Selbsterfüllende Prophezeiungen haben einen geradezu magischen wirklichkeitsschaffenden Effekt und sind daher für unser Thema sehr wichtig. Und sie haben ihren Stammplatz nicht nur im Repertoire jedes Unglücklichkeitsaspiranten, sondern auch im größeren gesellschaftlichen Rahmen.
Wird zum Beispiel einer Minderheit der Zugang zu bestimmten Erwerbsquellen deswegen verwehrt, weil diese Menschen nach Ansicht der Mehrheit faul, geldgierig und vor allem volksfremd sind, so werden sie dazu gezwungen, sich als Trödler, Schmuggler, Pfandleiher und dergleichen zu betätigen, was die abschätzige Meinung der Mehrheit "klar" bestätigt. Je mehr Stopzeichen die Polizei aufstellt, desto mehr Fahrer werden zu Verkehrssündern, was die Aufstellung weiterer Stopzeichen "notwendig" macht. Je mehr eine Nation sich vom Nachbarn bedroht fühlt, desto mehr wird die Nachbarnation ihre eigene Aufrüstung für das Gebot der Stunde halten. Der Ausbruch eines Krieges ist dann nur noch eine Frage der Zeit.
Die Prophezeiung des Ereignisses führt zum Ereignis der Prophezeiung. Vorraussetzung ist nur, dass man sich selbst etwas prophezeit oder prophezeien lässt, und dass man es für eine unabhängig von einem selbst bestehende oder unmittelbar bevorstehende Tatsache hält. Auf diese Weise kommt man genau dort an, wo man nicht ankommen wollte.

Anleitung zum Unglücklichsein - Paul Watzlawick

Mütterliche Liebe


Das gelobte Land wird beschrieben als ein Land in dem Milch und Honig fließen. Die Milch ist das Symbol des ersten Aspekts der Liebe, dem der Fürsorge und Bestätigung. Der Honig, symbolisiert die Süßigkeit des Lebens, die Liebe zum Leben und das Glück zu leben. Die meisten Menschen sind fähig, "Milch" zu geben, aber nur eine Minderzahl unter ihnen kann auch "Honig" spenden. Um Honig spenden zu können, muss die Mutter nicht nur eine "Gute Mutter" sein, sie muss auch ein glücklicher Mensch sein - ein Ziel, das nur wenige erreichen. Die Wirkung auf das Kind kann man kaum zu hoch einschätzen. Die Liebe der Mutter zum Leben ist ebenso ansteckend wie ihre Angst. Tatsächlich kann man bei Kindern und bei Erwachsenen jene, welche nur "Milch" bekommen haben, deutlich von denen unterscheiden, die "Milch und Honig" erhielten.

Die Kunst des Liebens - Erich Fromm

04.09.2015

Der Tod im Meer

Ich schau in Dich,
in deinem Gesicht find ich mich
als Mensch,
nun bist Du tot,
vergraben in den Untergrund des Meeres.

Ich bin am Leben, trauere,
klage über Deinen Tod
als Mensch
Du wolltest wie ich leben, in Freiheit.

Die Hoffnung,
eine Zukunft für Deine Kinder zu bauen,
hat Dich mit den Wellen getrieben,
als Leiche nach Europa.

Hıdır Eren Çelik

29.08.2015

Abtreibung

Der Professor, ein sehr gescheiter Herr,
sagte den Studenten, er bitte sie sehr,
ihm nun ihr Vertrauen zu schenken
und mitzuteilen, wie sie darüber denken:

Da sei ein Mann, syphiliskrank, ganz klar.
Das sagte er sachlich, ohne Kommentar.
Dazu eine Mutter, die an TBC leide,
allso schwer krank seien sie alle beide.

Krank seien die Kinder leider ebenso.
Der Tod eines Kindes mache auch nicht froh.
Die andern seien TBC-krank, taub und blind.
Schwanger sei die Frau mit dem fünften Kind.

Abzutreiben, seien die Eltern einverstanden.-
Nun, was meint Ihr, meine Probanden?
Die meisten waren sich ganz im Klaren,
daß man unbedingt so sollte verfahren.

Ja, der Abbruch muß unbedingt passieren!
Der Professor: "Da muß ich gratulieren!
Ermordet haben Sie Beethoven, das Genie!"
Und diesen Satz vergaßen sie nie.

Irmgard Adomeit